Volker März "Laughing Windows"

Das Kindsein spielt eine zentrale Rolle -  Begriffe wie  „relative Wahrheit“ – „die Macht des Goldes“ – „die Lüge“ – und „der Weg in die jeweilige Freiheit“ werden auf eine neue künstlerische Spindel gedreht.  Tonfiguren, Malerei, Fotografien, Texte und Musikvideos, deren kindliche Unmittelbarkeit von meist frappierender Autentizität und bestechender Wahrhaftigkeit ist:  Die Arbeit mit Kindern ist für Volker März, der selbst Vater und seit 2013 auch Großvater ist, besonders wichtig und impulsgebender, inspirierender Motor. 

 

 

Volker März
LAUGHING WINDOWS
Herausgeber: Jürgen Krieger
Texte: Volker März Deutsch/Englisch
Broschur OTA Bind
16 x 21 cm 216 Seiten mit ca. 200 Abbildungen
EUR 32,00
ISBN 978-3-86859-252-8
Jovis Verlag, Berlin

Beispielseiten (PDF)

"Ein Pladoyer für das Kind und das Sein."

Kafka als Fenster, aus: Laughing Windows, 2013

"Mir sind Fenster das Allerliebste, denn ein Raum ohne Fenster ist wie ein Kopf ohne Augen, ohne Ohren und ohne Nase … ein Fußball, gegen den jeder treten kann, wenn es ihm Spaß macht … und vielleicht schauen Tausende in einem Fußballstadion oder am TV dabei zu und haben ihren Spaß, wenn man mit meinem Kopf Fußball spielt …

...und ich sehe nichts und rieche nichts und höre nichts und weiß nicht, was mit mir geschieht. Darum liebe ich Fenster, ja ich liebe Fenster mehr noch als Spiegel, denn wenn ich aus einem Fenster schaue, sehe ich wo ich bin. Und dieses Wo ist mir so wichtig.

Denn dieses Wo ist ein wichtiger Teil von mir – vielleicht der wichtigste. Es ist manchmal nicht so wichtig, was man ist– denn was nützt es mir, schwimmen zu können, wenn hier kein Wasser ist, fliegen zu können, wenn um mich herum nur Gestrüpp ist, bis zum Himmel hinauf nur Gestrüpp!

Und dann, in ganz besonderen Momenten, wenn ich zwar alles sehen kann durch meine Fenster, aber trotzdem nicht genau weiß, wo ich bin, dann wünsche ich mir, dass meine Freunde oder meine Eltern meine Fenster sind und mir erzählen, wo ich mich gerade befinde.

So ist mein größter Wunsch für mein späteres Leben – wenn ich groß bin … ein richtig großes Fenster für ganz viele Menschen zu werden … vor allem aber für die Menschen, die ich liebe."

Volker März,  2013

"Sie sind alle einmal durchs Feuer gegangen, sie sind zerbrechlich - und käuflich.»

"Mit Volker März sprechen heisst die Gegenwart teilen mit einem an Nietzsche und Heidegger existenziell geschliffenen Geist. Dem Begründer der «Märzwerke» zuhören bedeutet über Holzwege gehen hin zur Frage: «Was heisst Denken?» Auch März' eigene Urteilskraft muss sich Kritik gefallen lassen: Der Berliner ist mitnichten, wie er denkt, «der Horror aller Kunstkritiker», dazu fehlt ihm jede Selbstgefälligkeit. Doch gerne darf er, wenn er will, sich rühmen, im «eitel konkurrenzbetonten Betrieb» ein Fremdkörper zu sein.


Volker März nämlich ist der Meinung, dass man Freiheit nicht durch die Ästhetisierung des Lebens erreicht, sondern durch die radikale Kritik an den herrschenden Wertvorstellungen und -systemen. Ausgangspunkt seines Schaffens sind seit fünf Jahren handgrosse Figuren, die er aus Ton formt. («Warum modellieren Sie? - Weil ich's nicht kann!») Mit ihnen, etwa dem schwarzberockten «Ersatzmenschen», diesem «aphrodisierenden Resignativum», gibt er seiner persönlichen Philosophie eine Form."

aus: Neue Zürcher Zeitung, 2004

Zu spät für Walter Benjamin
Zwei Halbbrüder
Zwielichtige Gezeiten

Bamberger Dom 2012 Projekt "Gegenüber"

Zum 1.000-jährigen Jubiläum des Bamberger Doms war 2012 eine Ausstellung zeitgenössischer Kunst zu sehen. Internationale Künstler haben für die angestammten Kunstwerke wie den "Bamberger Reiter" ein "gegenüber" geschaffen. "Gegenüber" titelt denn auch die Präsentation. Das Projekt von Volker März: "Bamberger Engel" neben dem Lachenden Engel an den Pfeilern der nördlichen Chorschranken.

Installationsansicht Bamberger Dom
Installationsansicht Bamberger Dom
Installationsansicht Bamberger Dom

Kafka in Israel 1 + 2

Eine Figur diente Volker März in den letzten Jahren als besondere Erzählstimme: Franz Kafka. In März´ Fiktion hat Kafka seine Tuberkulose überlebt und kann, nachdem er 1924 erfolgreich mit seinem Affen Herrn Rotpeter nach Palästina gerudert ist, seine Beobachtungen in Kommentaren und Briefen zu aktuellen Geschehnissen in Israel mitteilen.


Diesen vielschichtigen und inhaltlich gewichtigen Themenkomplex hat Volker März in diversen Ausstellungen, mit Büchern und Songs, Performances und Werkgruppen "bearbeitet". Daraus sind zwei Publikationen entstanden. Auch im neuen Buch taucht Franz Kafka wieder auf.

 

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Volker März wird von der Galerie Tammen Berlin vertreten.